17.09.2025
Einsatz fürs Pflegezentrum
Die Bereuter Bau AG erstellt einen Erweiterungsbau des Pflegezentrums Bauma. Enge Verhältnisse um das Gebäude herum und geneigte Wände im Dachgeschoss forderten das Bauteam heraus.
Auf dem Bauplatz ennet der Töss hebt der Kranführer die Schalung an, schwenkt sie über das neue Gebäude und senkt sie präzise zwischen Hang und Haus an ihren Bestimmungsort. «Als eine der letzten Arbeiten erstellen wir hinter dem Haus eine kleine Stützmauer», sagt Rainer Lamprecht, Polier der Bereuter Bau AG. «Vor den Sommerferien folgen noch kleinere Fertigstellungsarbeiten. Dann ist unsere Arbeit für den Moment getan.»
«Seit den letzten Sommerferien erstellen wir den Erweiterungsbau des Pflegezentrums Bauma», erklärt Bauführer Robin Kern. Der Massivbau umfasst zwei unterirdische Parkgeschosse, die an das bestehende Zentrumsgebäude angebunden sind. Über dem Erdgeschoss erheben sich zwei Voll- und zwei Dachgeschosse, an die eine anspruchsvolle Holzdachkonstruktion anschliesst.
Sorgfalt und Erfahrung
Als die Hochbauer der Bereuter Bau AG vor rund einem Jahr auf dem Bauplatz eintrafen, waren der Rückbau eines kleinen Vorgängerbaus abgeschlossen und die Baugrube an den Hang heran fertiggestellt. Ursprünglich sollte der Kran neben dem Bauplatz auf einem Portal über der Zufahrt zum Pflegezentrum errichtet werden. Doch vorgelagerte Arbeiten an Fernwärmeleitungen unter der Zufahrtsstrasse machten diesen Plan zunichte. «Wir mussten umdisponieren», erklärt Bauführer Robin Kern. «Nach den Kanalisationsarbeiten betonierten wir die Bodenplatte noch ohne Kran und platzierten ihn danach direkt darauf.» Diese Anpassung verzögerte den Start leicht, schränkte den Lagerplatz ein und macht es nun zum Schluss nötig, die Kranaussparung in der Decke des zweiten Untergeschosses nachträglich zu schliessen.
Die Decken wurden jeweils in zwei Etappen betoniert, wodurch das Gebäude traktweise um ein halbes Geschoss versetzt in die Höhe wuchs. «Während wir auf der einen Seite die Wände erstellten, schalten wir auf der anderen bereits die nächste Decke», erklärt Polier Lamprecht.
Besonders anspruchsvoll war laut Bauführer Kern die Erstellung der Lichtschächte auf der beengten Rückseite des Gebäudes. Noch komplexer wurde es im ersten Dachgeschoss: Dort mussten abgeschrägte Betonwände erstellt werden, welche die Neigung der Holzdachkonstruktion exakt vorwegnehmen. «Das war schalungstechnisch knifflig, weil die Wände zusätzlich grosse Fensteröffnungen aufwiesen», erklärt Polier Lamprecht. «Auch das anschliessende Betonieren war anspruchsvoll, denn in der verwinkelten Schalung war es schwierig, mit der Vibriernadel alle Bereiche zuverlässig zu erreichen, um den Beton zu verdichten. » An diesem Punkt waren Sorgfalt und Erfahrung besonders gefragt.
Rückkehr im Herbst
Auch logistisch stellte das Projekt hohe Anforderungen: Der knappe Umschlagplatz erforderte präzises Einweisen der Lieferfahrzeuge. Besonders heikel war das Zusammenspiel mit dem laufenden Betrieb des Pflegezentrums. «Mitarbeitende und Bewohnende liefen immer wieder direkt an der Zufahrt vorbei. Das erforderte besondere Aufmerksamkeit», erklärt Lamprecht. Mit Erfolg: Die Hochbauer konnten die Rohbauphase bis Ende Juli unfallfrei abschliessen.
Im Herbst kehrt die Bereuter Bau AG noch einmal auf die Baustelle zurück: Dann werden die Fluchtröhren aus dem Schutzbereich des bestehenden Gebäudes an die neuen Gegebenheiten angepasst. Damit findet ein facettenreiches Projekt seinen Abschluss, bei dem das Team um Kern und Lamprecht mit ebenso vielfältiger Kompetenz und grosser Anpassungsfähigkeit auftrumpfen konnte.
