23.09.2026

Gut gestartet

Fünf junge Menschen haben im August ihre Berufslehre bei der Bereuter Gruppe begonnen. Die traditionelle Einführungswoche erleichtert ihnen den Einstieg in den Berufsalltag.

Vor dem Saloon auf dem Bereuter Werkareal herrscht an diesem Donnerstagmittag im August reger Betrieb. Unter den Sonnenschirmen sitzen Mitarbeitende und drei der fünf neuen Lernenden der Bereuter Gruppe. Zwei fehlen noch ferienbedingt. Es wird gegessen, geredet und gelacht. Der Grillzmittag bildet den Abschluss der traditionellen Einführungswoche. «Der Berufsnachwuchs ist die Zukunft unserer Branche», sagt Adrian Thomann, CEO der Bereuter Gruppe. Entsprechend hoch sei der Anspruch an die eigene Berufsbildung. «Unser Ziel muss sein, die Lernenden so gut auszubilden, dass nach dem Lehrabschluss beide Seiten gerne weiter zusammenarbeiten möchten.»

Die Bereuter Gruppe bietet ihren Lernenden abwechslungsreiche Arbeitsplätze und eine gute Betreuung. Im Gegenzug erwartet sie Einsatz, Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit und Offenheit. «Der Wechsel vom Schulzimmer auf die Baustelle ist eine grosse Umstellung», sagt Bauführerin Melanie Setz, die bei der Bereuter Bau AG die Maurer-Lernenden betreut. Drei haben diesen Sommer ihre Lehre begonnen, auch im zweiten und dritten Lehrjahr sind jeweils drei Lernende im Einsatz. Der Arbeitstag beginne früher, die Arbeit sei körperlich und vieles ungewohnt. Die Einführungswoche soll helfen, sich auf diese neue Welt einzustellen. Im Arbeitsalltag wechseln die Maurer-Lernenden dann zwischen Baustellen und Teams, lesen Pläne, erstellen Schalungen und Mauerwerke. Dabei ganz wichtig: «Sie sollen nicht nur lernen, wie etwas gemacht wird. Sondern sie sollen verstehen, weshalb etwas genau so gemacht wird», sagt Setz. So wachse ihre Selbstständigkeit.

Bei den KV-Lernenden in der Holding setzt HR-Assistentin Pema Garne auf persönliche Betreuung und die Förderung individueller Stärken. Ein KV-Lernender hat im August seine Lehre begonnen, ein weiterer ist im zweiten Lehrjahr. «Uns ist bewusst, dass der Einstieg in die Berufswelt gerade am Anfang überwältigend sein kann.» Deshalb sollen die Jugendlichen spüren, dass sie mit Anliegen jederzeit auf ihre Betreuungspersonen zukommen können. Mit zunehmender Erfahrung verändert sich ihre Rolle. «Es macht mich stolz zu sehen, wie sie immer sicherer werden und schliesslich wie vollwertige Mitarbeitende mitwirken können.»

Berufsbildung weiterentwickeln

Fabian Moor begleitet bei der Bereuter Baugrubentechnik AG (BGT) die angehenden Grundbauer. Entscheidend sei dabei die Zusammenarbeit: «Leistet euren Beitrag und seid Teamplayer», rät er den jungen Berufsleuten. Gerade in den Bauberufen sei das die Grundlage für eine erfolgreiche Lehrzeit. Wie viel Freude die Entwicklung der Lernenden machen kann, weiss Moor aus frischer Erfahrung als Berufsbildner: Diesen Sommer schlossen erstmals BGT-Lernende ihre Ausbildung ab, die er durch die gesamte Lehrzeit begleitet hat. Aktuell sind zwei Lernende im zweiten Grundbau- Lehrjahr, ein weiterer startete im August in eine Integrationslehre.

CEO Adrian Thomann will die Berufsbildung innerhalb der Bereuter Gruppe weiterentwickeln. «Ich möchte, dass wir künftig gruppenweit acht bis zehn neue Lernende pro Jahr begrüssen können.» Neben Maurern, Grundbauern und KV-Lernenden sollen auch Strassentransportfachleute und Trennfachleute ausgebildet werden. Dafür brauche es engagierte Ausbildner und junge Menschen, die ihre Chance packen wollen.

Bei der Bereuter AG wird Logistikleiter Remo Künzle die Ausbildung der künftigen Strassentransportfachleute betreuen. «Ich habe dafür alle nötigen Weiterbildungen absolviert und freue mich darauf, nächstens in den Ausschreibeund den Bewerbungsprozess einzusteigen », sagt er. Im Sommer 2027 soll der erste Lernende starten.

Nach dem Grillzmittag geht es für die Lernenden in den Schulungsraum. Bei einem Quiz können sie zeigen, was sie während ihrer ersten Woche über die Bereuter Gruppe erfahren und gelernt haben.