23.09.2026
Stark im Untergrund
Am Amselweg in Kloten erstellt die Bereuter Baugrubentechnik AG die Baugrube für zwei Mehrfamilienhäuser mit gemeinsamer Tiefgarage. Von der Baugrubensicherung bis zum Aushub vereint sie dabei sämtliche Arbeiten des Tief- und Spezialtiefbaus.
Am Bohrgerät zischt der Kühlwasserschlauch. Die Raupen des 25-Tonnen- Baggers quietschen im trockenen und staubigen Umfeld, als der Maschinist zuerst einen Lastwagen mit Aushub belädt und danach zwei weitere Anker für den Einbau zur Rühlwand hievt.
Wo heute Bagger und Bohrgeräte arbeiten, befand sich bis vor wenigen Monaten eine Wiese mit einzelnen Bäumen und Sträuchern. Seit März 2026 erstellt das Team der Bereuter Baugrubentechnik AG (BGT) die Baugrube für den Wohnneubau Schritt für Schritt. Rund 12‘800 Kubikmeter Festmaterial werden dafür ausgehoben und grösstenteils von der Bereuter AG abgeführt. Die Grube ist stellenweise bis zu elf Meter tief. Entsprechend mächtig wirkt die mit Vorspannankern gesicherte Rühlwand.
«Bei dieser Baugrube führen wir sämtliche Arbeiten aus einer Hand aus», sagt BGT-Bauführer Markus Vanoni. Zum Auftrag gehören neben dem Aushub die Baugrubensicherung mit Rühlwand, vorgespannten Ankern und Spritzbeton sowie die Unterfangung bestehender Garagenboxen entlang der nördlichen Grundstücksgrenze. Nach Fertigstellung des Neubaus werden die Boxen wieder ergänzt.
Bohren und nochmals bohren
Das Herzstück der Baugrubensicherung bildet eine Rühlwand mit rund 38 Stahlträgern, die fortlaufend mit Armierungsgittern und Spritzbeton ausgefacht werden (810 m2). Die Rühlwandträger mussten bis zu 17 Meter tief in den Boden gebohrt werden. «Weil unser grosses Bohrgerät maximal 15 Meter tief bohren kann, mussten wir einen Voraushub ausführen, um die fehlenden zwei Meter abzutragen», erklärt Vanoni. Von diesem Niveau aus konnten die Bohrungen schliesslich ohne Probleme ausgeführt werden. Auch sonst bietet das Grundstück gute Voraussetzungen. Platz und Logistik stellen das BGT-Team vor keine besonderen Herausforderungen.
Insgesamt 131 Vorspannanker sowie 55 Nägel sichern die Rühlwand horizontal. Sie werden in drei Lagen eingebaut. Beim Baustellenbesuch Anfang August laufen die Ankerbohrarbeiten für die unterste Ankerlage.
In der Anfangsphase der Ankerarbeiten zeigte sich, dass neue Bohrungen den Mörtel des zuvor eingebauten Ankers beim Aushärten leicht beeinträchtigten. Mit einem simplen Kniff reagierten die Bereuter-Tiefbauer rasch. «Wir gingen dazu über, jeweils das übernächste Ankerloch zu bohren, wodurch wir die störenden Einflüsse vermeiden konnten», erklärt Vanoni. Solche Situationen seien bei anspruchsvollen Spezialtiefbauarbeiten nichts Aussergewöhnliches. Entscheidend sei vielmehr, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, sagt Vanoni.
Gute Bedingungen, eingespieltes Team
Der Baugrund präsentiert sich erfreulich unkompliziert. «Weder Grundwasser noch schwierige Bodenverhältnisse stellen uns hier vor grössere Herausforderungen», sagt Vanoni. Verdichtungs- oder Stabilisierungsarbeiten seien deshalb nicht nötig.
Zu Spitzenzeiten standen sieben BGT-Mitarbeitende auf dem Bauplatz im Einsatz. Das Team aus Spezialisten für Bohrarbeiten, Spritzbeton und Aushub arbeitete dabei Hand in Hand. Bis Ende September soll die Baugrube fertiggestellt sein.
Für Markus Vanoni steht das Projekt exemplarisch für die Arbeitsweise der Bereuter Baugrubentechnik AG: «Wir können hier einmal mehr zeigen, wie stark wir im Tief- und Spezialtiefbau aufgestellt sind und unseren Kunden verlässliche Lösungen aus einer Hand anbieten.»
